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LdAs - Lass die Alten sterben

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LdAs - Lass die Alten sterben - Filmposter


Premiere Bern

Am Mittwoch 11. Oktober Premiere im Kino Rex 20:30 in Bern Dies in Anwesenheit des Regisseurs Juri Steinhart und mit allen Protagonisten im und um den Film www.rexbern.ch

Plattentaufe im Rockaway Beach an Speichergasse 35 um's Eck ab 18:00. www.rockawaybeach.ch

Premiere St. Gallen

Am Donnerstag 12. Oktober Premiere Kino Kinok 19:30 in St.Gallen. Dies in Anwesenheit des Regisseurs Juri Steinhart www.kinok.ch

Premiere Zürich

Am Freitag 13. Oktober um 20.40 Uhr werden wir unsere eigene Premiere im Kino Riff Raff 3 in Zürich haben. Dies in Anwesenheit des Regisseurs Juri Steinhart, den Produzenten und vielen ehemaligen Musikern die die Songs zum Film beigesteurt haben. Wer kommen will, soll sich bitte einen Sitzplatz im Voraus reservieren. www.riffraff.ch/kino

LdAs - Lass die Alten sterben

Im Film zu hören sind Songs von Sperma, LiLiPUT, The Squirt, Nasal Boys, Mother’s Ruin, Kraft durch Freude, TNT, Vorwärts, The Bastards und Sida.
Ein Soundtrack auf Vinyl in einer Auflage von 1000 Exemplaren wird ebenfalls parallel zum Film auf dem swisspunk-Label erscheinen und am Premierenabend mit einem Bierchen erhältlich sein!

Kevin lebt in einem Land zu einer Zeit, wo alles erlaubt und akzeptiert wird. Er will aufbegehren – nur gegen was? «Lasst die Alten sterben» ist ein tragisch-komischer Film über Jugendliche, die in einer Welt aus Zuckerwatte nach Luft schnappen. Eine Generation, die einen Grund für ihr Unwohlsein sucht und sich aus der Langweile befreien will. So kann keine Revolution entstehen. Oder vielleicht doch?

Mehr Infos unter:

www.ldas.ch


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Synopsis

Kevin ist jung, Kevin ist cool, Kevin ist wütend. Kevin will eine Revolution! Nur gegen was? Sein hübsch gepolstertes Leben langweilt ihn zu Tode. Also gründet er mit seinem besten Freund Manuel eine Punk WG nach deren Vorbild. Als Initiationsritual knallen die Neorevolutionäre ihre Smartphones an die Wand: Wieder echte Empfindungen, Drogen und Klauen, no more Social Media, weg mit Konventionen, raus aus der Konsumwelt – das ist ihr Ziel! Es wird also gemeinsam geliebt, geschrien, gekifft und nach Parolen gesucht. Gar nicht so einfach, wenn der Inhalt fehlt, die Wut verpufft und die eigenen Eltern die besseren Revoluzzer sind. «Lasst die Alten sterben» ist ein tragisch-komischer Film über eine Generation, die sich aus der Langeweile befreien will und dabei ins Leere fällt. So kann keine Revolution entstehen. Oder vielleicht doch?

Zur Entstehung der Films

«Lasst die Alten sterben» ist ein Low Budget Film aus Bern, der am 11. Oktober 2017 das Licht der Welt bzw. der Leinwand erblicken wird.

Alles begann 2008 mit einer Dokumentarfilmidee. Gemeinsam mit dem Kummerbuben-Sänger Simon Jäggi wollten die Produzenten David Fonjallaz und Louis Mataré einen Dokumentarfilm über die Kinder von 68er-Eltern realisieren. Sie drei hatten linke Eltern, die mehr oder weniger politisch aktiv gewesen waren, sie selber hatten einen Grossteil ihrer Jugend in der Reitschule verbracht, waren an unzähligen Demos mitgelaufen und hatten nächtelang engagierte Diskussionen geführt. Doch waren sie dadurch wirklich politisiert worden? Konnten sie mit guten Gewissen sagen, dass sie als Jugendliche eine politische Haltung gehabt hatten? Nicht wirklich.

Mit diesem Dokumentarfilm wollten sie dieser fehlenden Politisierung ihrer Generation auf den Grund gehen. Im Rahmen der Projektentwicklung lernten sie einen Zürcher Aktivisten kennen, der in den 70ern auf der Strasse stand und heute erfolgreicher Unternehmer ist. Seine Geschichte faszinierte sie, er war jedoch nicht bereit, sein Leben filmisch festhalten zu lassen. Es gab also nur eine Lösung: Das Ganze als Fiktion zu erzählen!

Dieser Entscheid gab den Startschuss zum Spielfilmprojekt, welches damals noch in den 70ern spielte und den Arbeitstitel «Die Verlierer» trug. Die Drehbucharbeit wurde im Sommer 2008 in Angriff genommen, bald darauf wurde Juri Steinhart als Ko-Autor hinzugezogen. Simon zog sich in der Folge aufgrund von beruflichen Verpflichtungen aus dem Projekt zurück, so dass Juri bereits die erste Drehbuchfassung 2010 als Hauptautor abschloss. Der Film spielte jedoch nach wie vor in den 70ern und gipfelte in eine finale Szene mitten in den Opernhauskrawallen. Doch bereits da hatte Juri begonnen, sich auf Youtube durch den Schweizer Punk dieser Zeit zu hören und gewisse Songs ins Drehbuch einzuflechten. Es war auch in dieser Zeit, wo wir in unseren Recherchen auf das Buch «Hot Love» von einem gewissen Lurker Grand stiessen…

Andere Projekte führten dazu, dass dieses erste Drehbuch vorerst im Regal unterkam. Dann geschah «Tanz dich frei»: Die Bewegung, die 2012 über 10'000 Menschen auf Berns Strassen gelockt hatte, endete bei ihrer nächsten Ausgabe 2013 in heftigen Ausschreitungen und grossem Sachschaden. Politische Inhalte waren schwer auszumachen, rasch stellte sich die Frage, ob es da nicht eher um Krawall aus Langeweile und Lust auf Action ging. Das Drehbuch war plötzlich wieder hochaktuell. Die Beteiligten waren sich auch rasch einig, dass der Film im Heute spielen muss. Das Projekt wurde wieder aufgenommen und zu «Lasst die Alten sterben» weiter entwickelt.

«Lasst die Alten sterben» war von Beginn an als Low Budget Produktion geplant und konnte nur dank grossem Engagement aller Beteiligten umgesetzt werden. So waren auch die meisten Schlüsselpositionen (Kamera, Ton, Ausstattung, Kostüm, Maske, Schnitt) mit langjährigen WeggefährtInnen und FreundInnen besetzt. Das junge Schauspieler-Ensemble hatte Juri zwei Jahre vor Drehbeginn im Rahmen eines grossangelegten Castings gefunden und blieb unverändert bis auf Jessy Moravec, die erst kurz vor der Dreharbeiten hinzu stiess.

Die Dreharbeiten fanden vom 26. Juli bis 20. August 2016 in Bern statt. «Lasst die Alten sterben» wurde in nur gerade 20 Drehtagen umgesetzt. Ein grosser Teil der Dialoge wurde improvisiert. Die Schauspielenden wurden von Juri mit den Figuren soweit vertraut gemacht, dass sie auf den Dreharbeiten mittels Improvisation die Geschichte in authentischen Dialogen und Abläufen interpretieren und zusätzlich bereichern konnten.

Danach folgten zirka drei Monate Schnittarbeit sowie die restliche Bild- und Ton-Postproduktion. Und da sind wir nun, im Moment, wo ich diesen Text schreibe, steht der Film kurz vor seinem Release - etwas mehr als neun Jahre, nachdem wir damit begonnen haben.

Bern, 01.08.2017
David Fonjallaz

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